Protokoll Strukturen Exkursion: Donnerstag 10.8.2000
 
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KUNST IN DER NATUR - "KÖRPER-LANDSCHAFTEN"
 
09 00->Morgeneinstimmung:
Chinesische Meridianübungen mit Veronika -> aus "Das heilende Tao" von Achim Eckert
 
11.30 ->Abgang zum künstlerischen Spaziergang mit Lesungen aus dem Buch 
 
"Organismus und Technik"
von Hugo Kükelhaus
Gegen die Zerstörung der menschlichen Wahrnehmung
 
Zu Beginn am ehemaligen FDJ-Jugendlagergelände-Betonplatte->Lesung:
 
"Autobahn" - Der Prozesscharakter unserer Organe bedingt zwangsläufig, daß
die Organe nur dann funktionieren können, wenn sie in Anspruch genommen werden.
Diese Inanspruchnahme ist gleichsam die Energie, die das Organ zu seiner Existenz braucht.
Auch dies läßt sich anhand eines Beispiels illustrieren, das wahrscheinlich den meisten
aus eigener Erfahrung bekannt ist. Angenommen, wir müssten aus irgendeinem Grund drei
Kilometer weit auf einer Autobahn gehen. Der Effekt steht außer Frage: Am Ende
Wald zurück, durch unwegsames Gelände, wo man sich bücken und mit seinen Augen
umherschweifen muß, um nicht irgendwo anzustoßen - kurz, wo man mit
allen seinen Gliedern in Anspruch genommen ist - , so fühlt man sich am Ende
erfrischt und angeregt. Nicht die Inanspruchnahme des Organismus ist es also,
die ermüdet, sondern gerade die Nichtinanspruchnahme, die Prozeßlosigkeit.   "FUSS" - Der Fuß des Menschen hat in der Tat eine besondere Bedeutung.
So wie die Hand sich zum Großhirn als dessen nach-außen-Wendung verhält, ist
der Fuß das nach außen gewendete autonome oder vegetative Nervensystem,
in Sonderheit die Fußsohle. Außerdem ist der Fuß gleichsam die Antenne für alles, was unterhalb des stehenden Menschen
vor sich geht. Im Aramäischen ist das Wort für Mensch identisch mit dem Wort für Fuß.   Der kultische Brauch der Fußwaschung, wie er noch heute in den christlichen Religionen
gepflegt wird, bedeutet eigentlich Waschung des ganzen Menschen.   Diese Gleichsetzung von Mensch und Fuß äußert sich auch in den Fußabdrücken,
die sich an den Lehmwänden bestimmter vorgeschichtlicher Höhlen finden.
Sie stammen von Priestern der damaligen Zeit und sind fortwirkende Spuren ihres Seins.   Am Fuße des Roschertals im Grase rastend "Der Mensch lebt" - von der Auseinandersetzung mit einer ihm entgegenstehenden Welt. Erst im Umgang mit dem Gegen-Ständlichen erfährt der Organismus jene Inanspruchnahme,
durch die allein erlebtes Leben möglich ist - eine Inanspruchnahme, die merkwürdigerweise
in einer Minimalforderung besteht und nicht wie man annehmen könnte, in einer Maximalforderung. Zum Beispiel besteht die Kunst des Sehens nicht darin, rot von blau zu unterscheiden,
sondern darin, rot von rot. Das Ungleiche im gleich Erscheinenden zu entdecken, das Gleiche im Ungleichen - darin besteht die Kunst der Wahrnehmung!   Nun denn auf-gefüllte/wühlte Geister und Leiber zum Wahrnehmungsgang, baren Fußes,
durchs Roschertal  
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13.30 ->Aufgang zum Spitzberg  mit Brombeerenlaabung zwischendurch 
"Zuckersüß und unerreichbar"
 
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PICK-NIK
 
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AKTZEICHNEN-AKTFOTOS
 
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KÖRPERMAL-BE-AKTION"
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17.30 - > Zugang zum Steinbruch - unten rum - zum 
 
"RITUELLEM HEILUNGSRITUAL"
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 der Weg zurück
19.30 - > gelungenes Abendessen
 
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21.00 -> Sichtung der "Akte" in der Halle und anschließender 
"Sit in (out)" am Feuer zur Lagebesprechung & zum Tagesausklang.
"Woman-power as it best."
 

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