grenzbes.JPG Besetzen der Polnisch/tschechische Grenze
 
Grenzland (Niedamierow 4/6/99)
 
Überwachsen und bedeutungslos das Zeichen
vor der Zeit veraltet und
auch der Bedeutungsgrund
MENSCH  verliert HIER an Bedeutung.
 
Es ist sein Grenzstein - klein
eitel weiß und rot.
 
Verloren steht der wie 
der Mensch der in Demut
gleich jenem der 
nach Anerkennung schreit
vom Menschen selbst verachtet  wie der
es oft mit seinesgleichen tut -
 
 
verkehrt sich HIER die Ankunft in ein
 
GedeutetwordenSein
 
und er begegnet dann im Angesicht 
der großen Ordnung seiner Not -
ist wie sein Grenzstein
klein eitel weiß und rot.

 

MG  (gedicht)
 
menschen
 
grenzen
menschengrenzen
mensch grenzt
menscht
 
ab
 
mensch 
grenzt apper
gr ab
 
(rom, neun zeilen, 0 Uhr 3.6.1999)
 
 
Verpasst
 
Sie kam nicht auf mich zu
versäumt hab ich
den Moment
das es geschehen konnte
 
zu spät
zu früh
egal
 
ich war nicht da 
nur Worte bleiben übrig
dem VORBEI
den ton
zu leihen
da sie war
 
 
MÄNNER
 
vor runden Bullaugen
knien Männer
einsam - (scheinbar)
stopfen sie Wäsche 
in trostlose Löcher
die schmutzige Wäsche
dann nicht mehr 
zu Hause waschend
zu spät oder
waschen sie jetzt
nicht mehr allein
es gibt immer
einen kleinsten
                
             alleinigen Nenner
 
baer.jpg
 
 
Ohne Titel
 
wir     
grenzen
wir
ich  ichgrenzen
 
vergrenzt fügt sich ein wir zusammen
aus ichgrenzen
 
oder lassen WIR die grenzen einfach weg?
 
was dann?
 
nothingness
 
grenzen  die sprache des konkreten  das diffuse vor der
grenz setzung macht sprachlos
 
grunz satz mocht sprich - lass
 
dekadenz
kadente
ente aus
 
kein gedanke  danke!
 
ende denke
ende ist       ist gut?
ende iát       aller laster
 
laster         sprache  laster?
spreche        liest er? fasst er?
fasst das laster!
fass her!
fast mehr
 
was  MEHR?  das meer?
grenzenfrei
 
Ynez & Rolf (mitten nacht 3.6.99)
 

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