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DOC-Zone: Bettina

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D 22, R: Lutz Pehnert, FSK: o.A., 107 min

Der Werdegang der Liedermacherin Bettina Wegner gehört sicherlich zu den spannendsten Lebensläufen des 20. Jahrhunderts: geboren 1947 in Westberlin, aufgewachsen in Ostberlin, 1983 mit 36 Jahren zwangsweise aus der DDR ausgebürgert, nachdem sie schon viele Jahre lang an der Ausübung ihrer Kunst gehindert worden war, seither „entwurzelt“.

Ihr Lebensweg ist der eines Kindes, das Stalin glühend verehrte, über eine hoffnungsfrohe Teenagerin, die mit ihren eigenen Liedern eine Gesellschaft mitbauen möchte, hin zu einer beseelten Künstlerin mit einer unerschütterlichen humanistischen Haltung. Der Dokumentarfilm rekapituliert dabei nicht nur die Biografie einer überzeugten Sozialistin und ihre einflussreichen Lieder, sondern forscht intensiv diesem Lebensgefühl der Entwurzelung nach, das bis heute nicht aus ihrem Leben verschwunden ist. Die besondere Form der ostdeutschen Folksongs, ihr Pathos und das enorme Vertrauen in die Wirkung der Worte, zeugt noch immer vom Glauben an die verbindende Kraft der Sprache.

Bettina Wegners Leben ist zugleich die Geschichte eines Jahrhunderts; es steckt in ihren Knochen, ihrer Seele, ihren Gedanken – und in ihren Liedern.

Der Film läuft auch am Mi dem 05.10., 19:30 im Kronenkino in Zittau.