Kino / Nachlese

Frieden, Liebe und Death Metal

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E/F 22, R: Isaki Lacuesta, FSK: 12, 130 min

Es ist der 13. November 2015. Paris wird nach diesem Tag nicht mehr so sein wie zuvor. Im Bataclan spielt die Rockband Eagles of Death Metal ein Konzert, das Paar Ramón (Nahuel Pérez Biscaryart) und Céline (Noémie Merlant) will einen ausgelassenen Abend feiern. Nichtsahnend, dass drei Attentäter des islamischen Terrors mit Kalaschnikows und Handgranaten die Konzerthalle stürmen werden. 130 Menschen werden sterben und mehr als 680 Menschen verletzt.

Ramón und Céline werden zwar bei der Suche nach Schutz zunächst voneinander getrennt, überleben den Anschlag jedoch körperlich unverletzt. Trotzdem lässt sie das Erlebte in den folgenden Monaten nicht zur Ruhe kommen, der Schock sitzt tief. Beide gehen ganz unterschiedlich mit der ihnen zugeschriebenen Opfer-Rolle um. Während Céline sich eine Rückkehr zur Normalität wünscht, den Schrecken des Abends verdrängt und schnell Anschluss im Alltag findet, ist Ramón gefangen in seinen Erinnerungen und Gedanken um die Ereignisse, was sich zur Zerreißprobe ihrer Beziehung entwickelt. Auf beide wird die Frage zukommen, wie sie als Paar aus der Situation hinausfinden werden.

Ein aufmerksam entfaltetes Drama über den unterschiedlichen Umgang mit Trauma, das sich bemerkenswert konsequent der Überforderung der Opfer stellt. Sachlich, aber gleichwohl berührend zeigt der Film die Brutalität des Einschnitts und widerlegt die Illusion, mit dem Erlebten abschließen zu können.

Der Film läuft auch am Mi 15.02. | 19:30 Uhr im Kronenkino Zittau.