Kino

In einem Land, das es nicht mehr gibt

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D 22, R: Aelrun Goette, FSK: 12, 101 min

Prädikat besonders wertvoll

Glamour und DDR gehen nicht zusammen? Und ob!
Ostberlin, Frühsommer 1989: Kurz vor dem Abitur fliegt die 18-jährige Suzie (eine Entdeckung: Marlene Burow) von der Schule. Statt zu studieren, muss sie sich als Facharbeiterin im Kabelwerk Oberspree in der sozialistischen Produktion bewähren. Auf dem Weg zur Arbeit wird sie zufällig in der Straßenbahn fotografiert. Das Bild landet auf dem Cover des Modejournals SIBYLLE und Suzie wird über Nacht zum Fotomodel. Das ist ihre Chance – dem sozialistischen Fabrikalltag doch noch zu entkommen und in die glamouröse Modewelt einzutauchen. Sie trifft auf den schwulen, extravaganten Rudi, der mit Leidenschaft und Fantasie seine eigene Mode in der schillernden Underground-Szene erfindet und ihr den „aufrechten Gang“ beibringt, und auf den rebellischen Fotografen Coyote, dessen sinnliche Bilder alle verzaubern, aber trotzdem nicht gedruckt werden. Beide ermutigen sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Doch die Stasi hat andere Pläne. Welchen Preis ist Suzie bereit, für ihren Traum zu zahlen? Gemeinsam erleben die drei einen intensiven Sommer voller Freiheit, Freundschaft, Liebe und Solidarität, aber auch mit Geheimnissen, schmerzhaften Trennungen und Verrat …

„Alles, nur nicht grau.“ (BRIGITTE)

Auch Drehbuchautorin und Regisseurin Aelrun Goette (DIE KINDER SIND TOT, KEINE ANGST) wurde in den 80er Jahren auf der Straße in Ostberlin als Mannequin entdeckt. Sie modelte für den VHB Exquisit, war auf dem Cover der Sibylle und stand für die großen Fotograf:innen vor der Kamera. Der Film basiert auf ihrem Leben, und ist inspiriert von wahren Begebenheiten. In authentischen Bildern entwirft sie ein Bild der DDR, das auf dramatische Zuspitzungen und übertriebene Klischees weitgehend verzichtet. Ihr mitreißend erzähltes Kinodebüt begeistert durch seine detailgenaue Ausstattung und ist auch in den Nebenrollen – u. a. Claudia Michelsen („Ku’damm 59“) als Modekönigin Elsa Wilbrodt und Jördis Triebel („Westen“) als Brigadeleiterin Gisela – großartig besetzt.

„Seit dem Mauerfall sind Dutzende Filme über die DDR entstanden, aber noch keiner, der so aussah.“ (FRANKFURTER ALLGEMEINE)

Der Film läuft auch am Mi 14.12., 19:30 im Kronenkino Zittau.