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Mittagsstunde

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D 22, R: Lars Jessen, FSK: 12, 93 min

Als seine Großmutter immer verwirrter wird und sein Großvater sich einfach nicht von seiner Kneipe, dem Dorfkrug, trennen will, nimmt der der 47-jährige Kieler Uni-Dozent Ingwer Feddersen (Charly Hübner) eine Auszeit und kehrt in sein Heimatdorf Binkebüll zurück. Doch er erkennt sein Dorf kaum wieder: auf den Straßen kaum Menschen, denn das Zusammenleben findet woanders statt, keine Dorfschule, kein Tante-Emma-Laden, keine alte Kastanie auf dem Dorfplatz, keine Störche, auf den Feldern wächst nur noch Mais, aus gewundenen Landstraßen wurden begradigte Schnellstraßen. Als wäre eine ganze Welt versunken.  Ingwer fragt sich, wann genau der Zeitpunkt war, an dem es mit dem Dorf Brinkebüll bergab ging. War es in den 1970ern, als nach der Flurbereinigung die Hecken und dann auch die Vögel verschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Wann verschwand die Mittagsruhe mit all ihren Herrlichkeiten und Heimlichkeiten? Ist vielleicht er schuld, weil er seinen Großvater mit der Gastronomie alleine ließ, um in Kiel zu studieren?

Allmählich stößt er auf Geheimnisse, die die Familien- und Dorfgeschichte in neuem Licht erscheinen lassen. Eine Geschichte nach Dörte Hansens gleichnamigem Roman (2018).

Der Film läuft auch am Mi 26.10., 19:30 im Kronenkino in Zittau.