The Life of Chuck
USA 25, R: Mike Flanagan, FSK: 12, 111 min
Prädikat besonders wertvoll
Kneipe mit kleinem Speisenangebot ab 18 Uhr
Wer ist Chuck? Die Welt geht unter, Kalifornien versinkt im Meer, das Internet bricht zusammen – doch in einer amerikanischen Kleinstadt herrscht vor allem Dankbarkeit gegenüber Charles „Chuck“ Krantz, einem gewöhnlichen Buchhalter, dessen Gesicht allen freundlich von Plakatwänden und aus dem Fernsehen zulächelt. Wer ist dieser Mann, den niemand wirklich zu kennen scheint? Ein Rätsel, das weit zurückreicht … bis in dessen Kindheit bei seiner Großmutter, die ihre unendliche Liebe fürs Tanzen an ihn weitergab, und seinem Großvater, der ihn in die Geheimnisse der Buchhaltung einweihte und unbedingt vor jenem der verschlossenen Dachkammer bewahren wollte. Ein Rätsel, das vor allem eine Frage aufwirft: Kann das Schicksal eines Einzelnen die ganze Welt verändern?
Mit THE LIFE OF CHUCK präsentiert Mystery-Spezialist Mike Flanagan (Spuk in Hill House, Doctor Sleeps Erwachen) die außergewöhnliche wie tief bewegende Adaption von Stephen Kings gleichnamiger Kurzgeschichte – ein packendes, lebensbejahendes Drama, das auf dem Toronto International Film Festival 2024 den begehrten Publikumspreis gewann. Zu Recht, denn Flanagan gelingt hier ein seltenes, genreübergreifendes Kunststück: Er verbindet geschickt das Mysterium von Stephen Kings Vorlage mit den universellen Fragen des Lebens und findet Magie und Wärme in der zauberhaften Melancholie unseres Daseins.
„Im Gegensatz zum Zynismus muss Hoffnung hart erarbeitet werden, stellt hohe Anforderungen an uns und kann sich oft wie der unhaltbarste und einsamste Ort der Welt anfühlen. Hoffnung ist auch keine neutrale Haltung. Sie ist konfrontativ. Sie ist das kämpferische Gefühl, das Zynismus vernichten kann. Sie besagt, dass die Welt und ihre Bewohner wertvoll und es wert sind, verteidigt zu werden. Sie besagt, dass es sich lohnt, an die Welt zu glauben.“ (Nick Cave, Musiker)
Der Film läuft auch am Mi 15.10.2025 im Kronenkino Zittau.
Pressestimmen zum Film
„Dies ist nur auf den ersten Blick ein Katastrophenfilm. Denn in seinem leichtfüßigen Kern vermittelt „The Life of Chuck“ eine ganz einfache Botschaft: Öfter mal die Aktenasche fallen lassen und ausgelassen tanzen – als gäbe es kein Morgen.“ (NDR)
„The Life of Chuck“ ist so eine ganz bemerkenswerte Filmperle geworden, ein kleines Kunstwerk, das Schweres mit Leichten, Existenzielles mit Banalem, Trauriges und Fröhliches, kurz: Tod und Leben auf eine Art und Weise verknüpft, wie das nur wenigen Filmen gelingt. (filmpluskritik)
„The Life of Chuck“ ist kein fatalistischer Horrorfilm. Kein zynischer Abgesang auf die Welt. Es ist das exakte Gegenteil: Ein gefühlvoller Liebesbrief an diese komische, flüchtige, zuweilen unfaire und widersprüchliche Sache, die wir Leben nennen.“ (GALA)