Kino / Nachlese

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

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D 22, R: Sonja Heiss, FSK: 12, 116 min | Prädikat wertvoll

Auf dem Gelände der größten psychiatrischen Klinik Schleswig-Holsteins aufzuwachsen ist irgendwie – anders. Für Joachim, den jüngsten Sohn von Direktor Meyerhoff (Devid Striesow), gehören die Patient*innen quasi zur Familie. Unter ihnen fühlen sich Vater und Sohn am wohlsten, auf die Gesellschaft der „Anderen“, der „Normalen“, können sie verzichten – darunter Joachims zwei ältere Brüder, die ihn in rasende Wutanfälle treiben. Joachims Mutter Iris (Laura Tonke) aber geht es anders. Sie sehnt sich in ein mondäneres Umfeld und trauert ihren Jugendabenteuern im sonnigen Italien nach, malt Aquarelle und sehnt sich weg vom kräftezehrenden Alltag und norddeutschen Dauerregen.

Währenddessen taucht auch der Direktor außerhalb seiner Arbeit im Lesesessel in andere Welten ab und geht hinter dem Rücken seiner Frau heimlich, aber doch nicht diskret genug, seine eigenen Wege. Erst nach und nach erkennt Joachim, dass sein Familienidyll ein fragiles Konstrukt ist und Risse bekommt, und als er langsam erwachsen wird, macht ihm auch der Verlust der ersten Liebe schwer zu schaffen.

Die berührende und witzige Tragikomödie erzählt von Geschwisterkonflikten und Tod, unvollkommenen Vätern und der Loslösung vom Elternhaus, von Freude und Trauer. Verfilmung nach dem Bestseller-Romanzyklus “Alle Toten fliegen hoch“ von Joachim Meyerhoff, mit Devid Striesow und Laura Tonke in den perfekt besetzten Hauptrollen.

Der Film läuft auch am Mi 11.10. | 19:30 Uhr im Kronenkino Zittau.